Tücher

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Reinigungstücher für die verschiedensten Anwendungen und die unzähligsten Einsatzgebiete finden Sie im Reinigungsmittel Onlineshop auf www.flexclean.shop

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Das Reinigungstuch wird umgangssprachlich in der Steiermark und in Weiten Teilen Österreichs Putzfetzen genannt. Man sagt auch Wischtuch, Reinigungstuch, Staubtuch, Putzlappen (eher in Deutschland), Schwammtuch, Wettex, Lumpen, Abwaschfetzen, Allzwecktuch, Allzweckreinigungstuch, Scheuertuch, Bodenfetzen, Aufwischlappen, Aufnehmer, Wischtuch, Geschirrtuch, Aufwischfetzen, Reibfetzen, Aufreibtuch, Abwaschtuch oder Putztuch dazu.

Verschiedene Einsatzbereiche stellen unterschiedliche Anforderungen an das Reinigungstuch. Ein Putztuch für die Küche muss anders beschaffen sein als ein Poliertuch für Gläser oder ein Wischtuch für den Sanitärbereich. Reinigungstücher benötigt man sowohl für den gewerblichen als auch für den privaten Bereich. Eine Unterscheidung in gewerblichen Bereich oder Privaten ist nur in Ausnahmefällen möglich, wie bei einem Brillenputztuch, welches nur für den privaten Bedarf ist oder einem Reinraumputztuch, das nur für den gewerblichen Bedarf bestimmt ist.

Reinigungstücher sind das A und O in der Reinigung. Es gibt Einwegreinigungstücher und Mehrwegreinigungstücher.

Ein Reinigungstuch ist ein Stofftuch, das zur Nassreinigung und oder Trockenreinigung eingesetzt wird.

Unterschiedliche Strukturen von Reinigungstüchern

Unabhängig vom Material, aus dem Reinigungstücher gefertigt sind, können diese ganz unterschiedliche Oberflächenstrukturen aufweisen. Frottee zum Beispiel ist eine Webtechnik, ein Zwei- oder Mehrkettengewebe. Dieses besteht aus einer gespannten Grundkette, welche im Wechsel mit einer oder mehreren Florkette in Schlingen eingelegt wird. Der so entstandene Floor eignet sich gut zum Reiben. Solche Frotteetücher halten Schmutz ausgezeichnet in ihren Fasern fest. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass sich dieser in den Fasern sitzende Schmutz, empfindliche Oberflächen beim Reinigen zerkratzen kann. Andere Reinigungstücher zum Beispiel sind aus Velours hergestellt. Sie haben eine samtige Oberfläche mit offenen Fasern, also sind nicht in Schlingen gelegt. Sie können Schmutz daher nicht so gut aufnehmen wie Frotteetücher, dafür eignen sie sich für empfindliche Oberflächen besonders gut. Ein weiteres Plus von diesen Velourstüchern ist, dass sie keine Fasern auf gereinigten Flächen hinterlassen. Wischtücher für die Bodenpflege zum Beispiel weisen meist Waffelstrukturen auf. Damit können sie große Mengen an Schmutz problemlos aufnehmen. Zum Aufsaugen von großen Flüssigkeitsmengen erweisen Schwammtücher die besseren Dienste. Der Nachteil an Schwammtüchern ist, dass diese meist Schlieren hinterlassen, eine streifenfreie Reinigung kann man damit meist nicht erzielen. Ganz glatte Tücher zum Beispiel sind für eine streifenfreie Glas- und Fensterreinigung hervorragend geeignet, halten dafür aber Schmutz nicht gut.

Nicht nur die Oberflächenstrukturen von Reinigungstüchern sind wichtig, sondern natürlich auch das Material. Das klassische Reinigungstuch, oder Geschirrtuch, ist meist aus Baumwolle. Baumwollreinigungstücher sind strapazierfähig, saugfähig und kochfest. Aber dafür lassen sich diese Baumwolltücher selbst schwer reinigen. Oft werden Reinigungstücher aus Baumwolle für Bodentücher verwendet, in der klassischen Wabenstruktur. PU (Polyurethan) kommt ebenfalls als Material in vielen Reinigungstüchern vor. Kunstledertücher und Schwammtücher bestehen oft aus diesem Material. Polyester, Zellstoff und Kunstfasern werden oft auch bei der Herstellung von Reinigungstüchern verwendet, diese werden zwar bei der sogenannten Inhaltsangabe nicht genannt, sind aber meistens trotzdem Bestandteil. Weiters werden Putztücher aus Vliesstoffen, Molton oder Cord hergestellt. Reinigungstücher werden nicht nach dem Material klassifiziert sondern nach der Faserbindung oder der Stärke der Fasern.

Das Mikrofasertuch

Das Mikrofasertuch ist das Klassischste unter den Reinigungstüchern, es wird aus textilen Flächengebilden Gestrick, Gewirk, Gewebe oder Vliesstoff gefertigt. Die meisten Mikrofasertücher bestehen nicht aus einzelnen Fasern, sondern aus Filament-Garn, das anschließend zu Gestricken, Gewirken oder Geweben mit hoher Maschenzahl (Anzahl der Maschen / cm²) verarbeitet wird, ein geringer Teil Mikofasertücher dagegen tatsächlich aus einzelnen, als Vliesstoff miteinander verbundenen Fasern. Mikrofilamentgarne und Mikrofasern haben einen mittleren Durchmesser und sind in etwas halb so dick wie Baumwollfasern. Als Ausgangspolymer für die Mikrofaserherstellung hat sich Polyester als besonders geeignet erwiesen. Der mit Mikrofasertüchern erreichbare vergleichsweise hohe Reinigungseffekt entsteht zum einen durch die relative hohe Anzahl an Berührungspunkten zwischen Textilkörper und der zu reinigenden Oberfläche, zum anderen durch die Vielzahl von Kapillaren, die sich aus den Zwischenräumen zwischen den nebeneinander gelagerten Maschen und den Zwischenräumen zwischen den einzelnen Fibrillen innerhalb der Masche ergibt. Ein Klassifizierungsmerkmal von Mikrofasertüchern ist das Flächengewicht, das in der Einheit Gramm per Squaremeter, abgekürzt GSM, also Gramm pro Quadratmeter, gemessen wird.

Mikrofasertücher besitzen eine stark erhöhte Reinigungseffizienz für verschiedene Arten von Verunreinigungen. Mit Mikrofasertüchern lässt sich zudem relativ rückstandsfrei und in fast allen Anwendungsfällen reinigen. Werden Mikrofasertücher für den Gebrauch mit Lösungsmitteln getränkt, so sollten sie lediglich nebelfeucht gehalten werden. Dies ergibt oftmals die beste Reinigungswirkung. Durch den Einsatz von Mikrofasertüchern lässt sich der Zeitaufwand vieler Reinigungsprozeduren bei gleichzeitiger Verringerung der Verunreinigungsrückstände auf der Oberfläche verkürzen.

In einigen Einsatzgebieten besteht wegen des relativ hohen Härtegrads des Materials Polyester die Gefahr des Entstehens von Mikro-Schleifspuren bei Daueranwendung. So können z. B. Kunststoffgläser von Brillen durch das Putzen mit Mikrofasertüchern irreparabel beschädigt werden.

Mikrofasertücher werden häufig in der gewerblichen Reinigung (Gebäudereinigung, Gesundheitswesen, Gastronomie), im privaten Haushalt, aber auch in reinraumgebundenen Industriezweigen wie beispielsweise der Halbleiter-, Pharma-, Biotechnik, Mikromechanik, Optik und Transplantationsindustrie benutzt. Im Haushalt eingesetzte Tücher sind zumeist handgerechte, mittelschwere Gebilde mit eingefassten Kanten. Benutzt werden sie bei der Reinigung von allen anfallenden Schmutzarten, von Hausstaub bis Fettverkrustungen im Küchenbereich, oftmals ohne Zuhilfenahme von Tensiden. Dies ist neben ihrer praktischen Handhabung ein umweltrelevanter Vorteil dieser Tücher.

Werden Mikrofasertücher in den reinraumgebundenen Industrien (Reinraumtücher) eingesetzt, besteht oftmals die Notwendigkeit einer mehrstufigen Dekontamination, um die für den Einsatzzweck unerwünschten Inhaltsstoffe aus ihnen zu entfernen. Dies sind hauptsächlich Spinn- und Strickölreste so wie Tensidrückstände aus den Spinn- und Strickverfahren der Garn- und Textilherstellung und der nachgeschalteten chemischen Ausrüstungsverfahren. In solchen Fällen müssen die Schnittkanten der Tücher versiegelt werden, damit aus ihnen während des Gebrauchs keine Fasern und Partikel freigesetzt werden können. Versiegelt werden die Schnittkanten zumeist durch Laserschneiden, Ultraschallschneiden oder thermische Verfahren.

Vor der ersten Anwendung müssen Sie ein Mikrofasertuch waschen, meist wird dies bei 30 - 60 Grad geschehen. Es müssen auch für die normale Verwendung alle Produktionsrückstände aus dem Tuch gewaschen werden. Zum Trocknen die Tücher einfach aufhängen, wenn möglich nicht in den Trockner geben. Durch die Temperatur im Trockner und das Herumwirbeln in der Trocknertrommel kann sich die Struktur und die Form des Tuches deutlich verändern.